Wiederaufstieg und Beginn der Rehhagel-Ära
Wiederaufstieg und Beginn der Rehhagel-Ära

Erwin Kostedde, der die Bremer 1981 mit 29 Toren zurück in die 1. Bundesliga geschossen hatte, verließ den Verein 1982/83 in Richtung Frankreich zu Stade Laval. Torjäger-Ersatz war schnell gefunden. Ein gewisser Rudi Völler wechselte als frisch gebackener Zweitliga-Torschützenkönig an die Weser. An der Seite von Spielern wie Norbert Meier, Frank Ordenewitz, Thomas Schaaf, Johnny Otten, Benno Möhlmann, Manfred Burgsmüller, Frank Neubarth oder Dieter Burdenski reifte Völler später zum internationalen Klasse-Stürmer.

Direkt nach dem Wiederaufstieg 1981 sollten die Bremer durchstarten. Das Thema Abstieg war auf Jahre hinaus kein Thema mehr. Ganz im Gegenteil. Nach dem Klassensprung landete die Rehhagel-Elf sechs Mal in Folge unter den Top Fünf der Tabelle. Titel gab es in dieser aufstrebenden Phase des Vereins aber noch nicht zu feiern. Dafür wurde Werder 1983, 1985 sowie 1986 Deutscher Vize-Meister. 1983 und '85 verpassten die Norddeutschen dabei den Titel jeweils nur aufgrund des schlechteren Torverhältnisses. 1983 hatte der HSV die Nase vorn, 1986 der FC Bayern.
Am 22. April 1986 hätten die Grün-Weißen im heimischen Weser-Stadion bereits vorzeitig alles klar machen können. Michael Kutzop, der sonst alle seine Strafstöße verwandelte, schoss - beim Stand von 0:0 - in der 88. Minute gegen Bayern München einen Elfmeter an den rechten Pfosten. Werder verpasste somit den vorentscheidenden Siegtreffer. Einen Spieltag später vergab das Team auch die letzte Chance auf die Schale, als es gegen den VfB Stuttgart, gegen den schon ein Remis gereicht hätte, mit 1:2 eine weitere Niederlage setzte. Die Münchner zogen auf den letzten Drücker an Werder vorbei an die Spitze und somit zur Schale. Lange mussten sich die Werderaner aber nicht grämen. Der Meistertitel sollte schon bald folgen.